Am 22.2.22: Meine Familie ist 100

Heute, am 22. Februar 2022 ist der 100. “Geburtstag” meiner Familie. Denn am – leicht merkbaren – 22.2.1922 heirateten in dem saarländischen Dorf Diefflen meine Großeltern mütterlicherseits. Als Ergänzung zu den im Bereich “Meine eigene Herkunft” bereits gezeigten Ergebnissen meiner eigenen Familien- und Ahnenforschung ist dieser besondere Jahrestag Anlass, die “Familie meiner Kindheit” vorzustellen:

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Hochzeit im schwarzen Brautkleid

Opa Peter war damals schon 31 und ein gestandener Bauer im übernächsten Nachbarort, Oma Gretchen, bei der Hochzeit 24, stammte ebenfalls aus einer “Ackerer”-Familie. Das Bild mit dem Brautpaar habe ich hier im Blog bereits bei dem Thema “Die Braut trug schwarz” gezeigt, und die ganze Hochzeitsgesellschaft ist ebenfalls dort sowie auf der Startseite von herkunft-inform zu sehen. Schon damals, als ich es dort platzierte, war es für mich der Inbegriff für Familie, denn manche oder manchen der dort abgebildeten Geschwister meiner Großeltern habe ich selbst noch kennen gelernt.

Eine Familie

Als “Familie” kann man ja diejenigen nahen Verwandten bezeichnet, die noch persönlich bekannt waren und mit denen – zumindest in der Kindheit – eine enge Verbindung bestand. Leider war die Familie meiner Großeltern in meiner Kindheit aber schon nicht mehr vollständig: Mein Großvater starb mit 60 sechs Jahre vor meiner Geburt, die erste Tochter des Ehepaares lebte nur von Anfang Januar bis Mitte Februar 1923, und der Zweitgeborene verlor sein Leben im März 1945 im Alter von 21 Jahren im Granatenhagel der Roten Armee.

Aber mit zwei Tanten und zwei Onkels und deren Kindern – fünf Cousins und zwei Cousinen – sowie meinen Eltern, meiner Schwester und mir, war das schon ein richtiger “Clan”, der sich oft zum Sonntagskaffee und an den Feiertagen bei Oma in der “gudd Stubb” traf. Und ihr großer Garten war für die kleinen Enkelinnen und Enkel auch unter der Woche ein geschützter Spielplatz. So war’s über viele Jahre – bis die Enkelgeneration durch Beruf oder Studium “in die Welt zogen” – denn Großmutter wurde stolze 89 Jahre alt.

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Oma, Opa und die – im Jahr 1943 – lebenden sechs Kinder
(Fotos: Familienbesitz)

Zahlreiche Nachkommen

Von den sieben Kinder aus der Ehe hat leider keines mehr den hundertsten Jahrestag der Familiengründung erlebte. Als letzte (und älteste) starb meine Mutter – Resi – vor knapp vier Jahren im Alter von 92. Die neun Enkelkinder haben die Familie um neun Urenkel vergrößert, die wiederum bisher sechs Ururenkel beitrugen; ein weiterer Familienzuwachs wird im Juni erwartet…

Aus Anlass des 100. Jahrestages habe ich – moderne Zeiten, moderne Medien – eine Whatsapp-Gruppe ins Leben gerufen, zu der neben Cousins und Cousinen und deren Kinder auch die Witwe meines Onkels gehört. Denn so einfach zum Sonntagskaffee treffen, wie früher bei Oma, geht nicht mehr: Etwa die Hälfte der Familie lebt zwar immer noch in der Region – Saarländer sind bodenständig, aber die andere Hälfte hat ihre Heimat in Berlin, im Rheinland und in Württemberg gefunden. Einer ist – temporär (?) – ausgewandert und lebt und arbeitet in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi.

Zu Hochzeitstraditionen s.auch: “St. Kathrein stellt das Tanzen ein

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