Corona killt Genealogie-Konferenzen

Corona Killt Genealogie-Konferenzen

Chance für
mehr online-Kommunikation
unter Genealogen​

Die hohe Ansteckungsgefahr durch den Pandemie-Virus Corona / COVID-19 ist Anlass, dass für dieses Jahr eine ganze Reihe von genealogischen Konferenzen abgesagt werden – auch bereits für November 2020 | Mehr Austausch und Recherchen zur Ahnenforschung via Internet

Fast stündlich “ploppten”  in den vergangenen Tagen die Absagen von Treffen, Stammtischen, Mitglieder-Versammlungen und Konferenzen für Ahnenforscher*innen in den elektronischen Kanälen auf. Manche früher, andere kamen – wohl nach längerem Abwägen der Verantwortlichen – erst am zweiten Märzwochenende. Letztere hatten wohl bis zuletzt gehofft, dass die heimliche Hoffnung vieler Menschen, “alles nicht so schlimm”, sich doch noch bewarheiten würde, und die oft mit viel  Aufwand organisierten “Events” doch noch stattfinden könnten.

Jubiläen, Messen und Versammlungen genealogischer Vereine

Diese genealogischen Konferenzen und Veranstaltungen wurden (bisher) wegen Corona abgesagt:

  • Als erstes informierte am Freitagabend des 6. März der “Pommersche Greif – Verein für pommersche Familien- und Ortsgeschichte”, dass sich der Vorstand „schweren Herzens entschlossen“ habe, die für das Wochenende 27. bis 29. März geplante Seminarveranstaltung zum 20-jährigen Vereinsbestehen in Greifswald abzusagen. Es ist beabsichtigt, die Veranstaltung möglichst noch in diesem Jahr nachzuholen.
  • Sechs Tage später erreichte die Mitglieder von Deutschlands größter Genealogievereinigung CompGen e.V. per Mail die Absage der für das erste Aprilwochenende in Halle a.d. Saale terminierten Jubiläumsveranstaltung und Mitgliederversammlung. In dem Schreiben äußerte der Vorstand die Überlegung, die Versammlung nun im Rahmen des Deutschen Genealogentags durchzuführen, der vom 28. bis 30.08.2020 in Tapfheim bei Donauwörth stattfinden soll.
  • Einen Tag später, am 13. März, informierten die Veranstalter der „RootsTech“, dass die zweite Auflage des ab dem 5. November 2020 in London geplanten europäischen Ablegers der weltgrößten Genealogie-Messe aufgrund der COVID-19-Bedrohung um ein Jahr auf den Herbst 2021 verschoben wird.
CoVit19: genealogische Veranstaltungen werden abgesagt
  • Ebenfalls am 13. März teilten die Veranstalter der erstmals für den 21. März in Wildeshausen (Oldenburg) von der Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde e.V. anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt gemeinsam mit der Stadt Wildeshausen und dem Bürger- und Geschichtsverein e.V. organisierte Genealogiebörse abgesagt sei – und möglichst noch im Jubiläumsjahr nachgeholt werden soll.

Weitere Absagen von (kleineren und größeren) regionale Veranstaltungen aus dem ganzen Land gingen parallel dazu oder in der Folge durch die einschlägigen Informationskanäle. Als Beispiel genannt seien hier der 16. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten in den Räumen der Sächsische Landesbibliothek am 14. und 15. März 2020, oder der Kaffeeklatsch im Junkerhaus des Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde u. Volkskultur e.V. am 29.03.2020 in Wellesweiler/Saarland.

Kein genealogischer „shutdown“

Mailinglisten beim Verein für Computer-Genealogie
screenshot der Mailinglisten beim Verein für Computer-Genealogie

Da fast alle genealogischen Vereinigungen und Institutionen über Informationskanäle im Internet den Kontakt untereinander  halten – viele über die beim Verein für Computergenealogie e.v. (CompGen) zur Verfügung gestellten Vereins- oder Regional-Mailinglisten – wird der Informationsaustausch zwischen den Ahnen- und Familienforscher*innen in Deutschland nicht zum Erliegen kommen, selbst wenn auch noch weitere genealogische Konferenzen wegen Corona abgesagt werden müßten.

So zeigte eine gerade am Wochenende geführte Diskussion zwischen CompGen-Mitgliedern, dass es zahlreiche Ideen für die Optimierung der Kommunikation untereinander gibt. Die Vorliebe für Mailing-Liste oder Forum halten sich bei den Diskussionsbeiträgen dabei in etwa die Waage.

Mehr Ahnenforschung durch Corona?

In den nächsten Wochen bleiben nun viele Einrichtungen wie Museen und Archive geschlossen. Gleichzeitig wird älteren Menschen wegen ihres erhöhten Risikos nach einer Ansteckung zu erkranken, dringend geraten, „das Haus zu hüten“. Die neue Formel fürs Gesundbleiben heißt “Social distancing“.

Das kann auch seine Vorteile haben, wie eine Genealogin am Sonntag twitterte: „Viel Zeit in den nächsten Wochen, die eigene #familie zu erforschen.“ Und eine andere stieß am Montag gleich eine „Bewegung“ an: „Guten Morgen, liebe #Ahnenforscher, wie wäre es denn in diesen Zeiten mit einem Blick ins heimische #Familienarchiv, einer #Familiengeschichte, einem #Familienfoto oder …??? Wer macht mit? #Ahnenforschung #Familienforschung.

Habt Ihr auch Ideen für eine sinnvolle genealogische Beschäftigung „in diesen Zeiten“?

Dann schreibt sie in den Kommentar unter diesem Beitrag!

Aber vor allem eins:
Bleibt gesund und solidarisch!

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